Drucken 

 

  Renovieren und dabei
bis zu 1.200 Euro Steuern sparen!


Seit 2009 können Sie sich bis zu 1.200 Euro vom Finanzamt erstatten lassen, wenn
Sie Handwerkerleistungen steuerlich absetzen. Bis zu 6.000 Euro im Jahr können
abgesetzt werden. Davon erstattet das Finanzamt maximal 20 %, also bis zu 1.200 Euro.
Die Beträge wurden damit verdoppelt, denn bereits seit dem 1. Januar 2006 konnten
Handwerkerleistungen von der Steuer abgesetzt werden, allerdings bis 2008 maximal
3.000 Euro jährlich, was bei 20 % eine maximale Erstattung von 600 Euro im Jahr bedeutete.


Welche Leistungen sind betroffen?



Näheres können Sie den unten stehenden Artikeln entnehmen: siehe Unten

1. Artikel aus handwerk-magazin.de / 2013

2. Informationen vom Finanzamt Bayern


 1.

Steuerbonus auf Handwerkerleistungen:
Worauf das Finanzamt achtet


Privatkunden können 20 Prozent ihrer Handwerksrechnung von der Einkommenssteuer abziehen, bis zu 1.200 Euro pro Jahr und Haushalt lässt das Gesetz zu. Damit das Finanzamt diesen Steuerbonus auf Handwerkerleistungen gewährt, müssen aber einige Bedingungen erfüllt sein. Alle wichtigen hier im Überblick.
Dies ist ein Unterbeitrag von "Handwerkerrechnung absetzen: Steuerbonus ist in Gefahr" Hauptbeitrag


Rechnung.

Die Teilbeträge für Arbeit und Material weist der Handwerksbetrieb in der Rechnung am besten in getrennten Beträgen aus. Auch eine prozentuale Aufteilung ist zulässig, etwa die Angabe „40 Prozent dieses Rechnungsbetrages entfallen auf Arbeitsleistung“. Bei Wartungsverträgen, die Pauschalbeträge vorsehen, genügt es, wenn die Arbeitskosten in einer Anlage zur Rechnung erläutert werden. Da der Steuerbonus die Mehrwertsteuer mitberücksichtigt, ist von Bruttobeträgen auszugehen. Persönliche Leistungen, wie Haareschneiden, erkennt das Finanzamt nur an, wenn der Kunde nicht zum Friseur in den Salon kommen kann.

Bezahlung.

Bei Barzahlung gibt es keinen Steuerbonus auf Handwerksleistungen. Hier sind Gesetz und Gerichte rigoros. Eine Anzahlung in bar akzeptiert das Finanzamt selbst dann nicht, wenn der Handwerksbetrieb einen Teilbetrag in Rechnung stellt und verbucht. Zulässig sind diese Zahlungswege: Überweisung (auch Onlinebanking), Lastschrift, Einzugsermächtigung. Belege dafür brauchen die Kunden dem Finanzamt nur dann vorzulegen, wenn es dazu auffordert. Um mögliche Rückfragen zu vermeiden, sollten die Kunden ihrer Einkommensteuererklärung jedoch gleich Kopien der Handwerkerrechnungen beilegen.

Haushalt.

Die Arbeiten müssen in oder an einem Privathaushalt in Deutschland oder der EU ausgeführt worden sein, auch eine Ferienwohnung ist begünstigt. Wer etwa seine Waschmaschine in der Werkstatt reparieren lässt, kann nur den Rechnungsanteil für Fahrt und Untersuchung vor Ort absetzen. Den Steuerbonus gibt es je Haushalt. Er verdoppelt sich also nicht bei einem Ehepaar oder vervielfacht sich bei einer Familie.

Quelle:

http://www.handwerk-magazin.de/was-kunden-absetzen/150/8/176306/

© handwerk-magazin.de 2013

Datum: 28.12.2013

 


 2.


Finanzamt München

Abteilungen I bis V, Körperschaften, Erhebung, Betriebsprüfung
Häufig gestellte Fragen und Antworten
Einkommensteuer

 

Fragen und Antworten



 10. Stimmt es, dass auch Privatpersonen Aufwendungen für Handwerkerrechnungen von der Steuerschuld absetzen können?

Ja. Privatpersonen bis zu 20 Prozent des Arbeitslohns aus einer Handwerkerrechnung für Modernisierungs-, Erhaltungs- oder Renovierungsmaßnahmen, die in einem inländischen, einem in der Europäischen Union (EU) oder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) liegenden Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden, maximal aber 1.200 Euro von der Steuerschuld abziehen (§ 35a Abs. 3 Satz 1 EStG).

Die Steuervergünstigung gilt sowohl für

regelmäßig vorzunehmende Renovierungsarbeiten und kleine Ausbesserungsarbeiten, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden, als auch für
Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die im Regelfall nur von Fachkräften durchgeführt werden.

 Zu den handwerklichen Tätigkeiten zählen u.a.:

Arbeiten an Innen- und Außenwänden,
Arbeiten am Dach, an der Fassade, an Garagen, o.ä.,
Reparatur oder Austausch von Fenstern und Türen,
Streichen/Lackieren von Türen, Fenstern (innen und außen), Wandschränken, Heizkörpern und -rohren,
Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen (z.B. Teppichboden, Parkett, Fliesen),
Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen,
Modernisierung oder Austausch der Einbauküche,
Modernisierung des Badezimmers,
Reparatur und Wartung von Gegenständen im Haushalt des Steuerpflichtigen (z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Fernseher, Personalcomputer und andere Gegenstände, die in der Hausratversicherung mitversichert werden können),
Maßnahmen der Gartengestaltung,
Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück,

unabhängig davon, ob die Aufwendungen für die einzelne Maßnahme Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand darstellen.

Handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme sind nicht begünstigt.

Steuerlich berücksichtigt werden können aber nur die Arbeitskosten des Handwerkers, nicht dagegen Materialkosten oder sonstige gelieferte Waren.

Die Aufwendungen mussten bis 2007 durch Vorlage einer Rechnung und die Zahlung auf das Konto des Erbringers durch Beleg des Kreditinstituts nachgewiesen werden.
Ab 2008 reicht es aus, dass der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers erfolgt ist. Auf Aufforderung durch das Finanzamt hat dies der Steuerpflichtige entsprechend nachzuweisen.

Barzahlungen  und Barschecks sind nicht begünstigt.

Außerdem darf es sich bei den Handwerkerleistungen nicht um Werbungskosten oder Betriebsausgaben handeln. Auch soweit die Aufwendungen als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden, scheidet ein Abzug aus.

Ebenfalls ausgeschlossen sind Aufwendungen für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse im Sinne des § 8 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch. (Keine "Doppelbegünstigung".)

Grundsätzlich ist die Förderung im Rahmen der Einkommensteuererklärung zu beantragen, kann aber auch bereits im Lohnsteuerermäßigungsverfahren berücksichtigt werden.

Quelle:

www.finanzamt.bayern.de

Link:  
http://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Haeufig_gestellte_Fragen/Einkommensteuer/default.php?f=muenchen&c=n&d=d&t=x#nr10

Datum: 28.12.2013